Lößnitzgrundbahn
Kontakt
SDG Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mbH – Lößnitzgrundbahn
Am Bahnhof 1
01468 Moritzburg
Tel.: 035207 89290
E-Mail: info@loessnitzgrundbahn.de
Web: https://www.loessnitzgrundbahn.de
Zertifizierungen

Beschreibung
Radebeul Ost – Moritzburg – Radeburg
„Täglich unter Dampf“ verbindet die vor den Toren Dresdens verkehrende Lößnitzgrundbahn die Weinbaustadt Radebeul mit Moritzburg und Radeburg. Ein Erlebnis für die ganze Familie ist eine Fahrt durch den schattigen Lößnitzgrund nach Moritzburg zum barocken Jagdschloss August des Starken oder weiter durch die Moritzburger Heide und Teichlandschaft ins Zillestädchen Radeburg. Im Sommerhalbjahr kann bei einer Fahrt auf der 16,5 km langen Linie auch Cabriofeeling im offenen Aussichtswagen genossen werden.
Mit der Dampfeisenbahn von Graf Wackerbarth zu August dem Starken und Heinrich Zille
Wenn Sie der Meinung sind, dass dies nicht geht, kommen Sie doch selbst nach Radebeul und wandeln Sie auf den Spuren der berühmten Sachsen. Beispielsweise im Frühjahr, wenn am Morgen die Sonne noch tief steht und die Umgebung in ein stimmungsvolles Licht taucht. Dann ist die vor den Toren von Dresden gelegene Weinstadt Radebeul besonders einen Besuch wert. An den Elbhängen ließ der geheime Kabinettminister und Generalfeldmarschall C. A. von Wackerbarth hier ein Schloss nach Plänen von J. C. Knöffel mit herrlicher Aussicht auf das Radebeuler Elbtal erbauen. Als Lößnitzer Weingut mit der Gartenanlage und dem Lusthäuschen Belvedere war es bereits im 17. Jahrhundert für August den Starken ein Ort des Genusses. Heute lassen sich auf Schloss Wackerbarth die bekannten Weine und Sekte erlesen sächsisch genießen.
Entlang der Radebeuler Weinhänge dampft täglich die Lößnitzgrundbahn. Auf schmaler sächsischer Spur von 750 mm fährt sie durch die Straßen der Stadt und den romantischen Lößnitzgrund bis hinauf nach Moritzburg. Hier erwartet Sie das Schloss und die neu gestaltete Moritzburger Allee mit den zahlreichen kleinen Läden und Restaurants. Nach Moritzburg wandelt sich das Bild der Umgebung und Sie erleben bei der Weiterfahrt mit der Schmalspurbahn die ausgedehnten Wälder und Felder der Moritzburger Hügel- und Teichlandschaft. Die Lößnitzgrundbahn endet schließlich im kleinen Städtchen Radeburg, in der unser Pinselheinrich – Heinrich Zille – der Maler des Berliner Millieu, geboren wurde. Als er 1867 mit seinen Eltern nach Berlin zog, musste Radeburg allerdings noch 17 Jahre auf die Eröffnung der Eisenbahn warten. Ob Zille je mit der Lößnitzgrundbahn gefahren ist, wurde nicht überliefert.
Dagegen können Sie noch heute so mit der Dampfeisenbahn reisen wie zu Zilles Zeiten. Aber bitte vergessen Sie dabei nicht, den Grafen Wackerbarth, unseren August den Starken und den Maler Heinrich Zille zu besuchen.
Strecke
Bahnstrecke Lößnitzgrundbahn
Lage
Die Lößnitzgrundbahn nimmt ihren Ausgang in Radebeul, nordwestlich vor den Toren Dresdens gelegen. Die Bahnlinie verläuft in ständiger Steigung durch den Lößnitzgrund, überquert anschließend den Dippelsdorfer Teich und führt dann über Moritzburg bis Radeburg.
Anfahrt mit Bus & Bahn
Die Lößnitzgrundbahn ist bequem mit der Dresdner S-Bahn zu erreichen, dabei besteht in Radebeul Ost günstiger Anschluss. Weiterhin gelangt man auch mit der Dresdner Straßenbahnlinie 4 direkt zur Bahnstation Weißes Roß, wenn man an der Haltestelle Landesbühnen aussteigt. Auskünfte zu den Fahrzeiten der Züge, Straßenbahnen und Busse erhalten Sie online beim Verkehrsverbund Oberelbe (VVO).
Anfahrt mit dem Auto
Per Auto ist die Lößnitzgrundbahn gut angebunden über die A4 (Radebeul) beziehungsweise A13 (Radeburg).
Streckenverlauf
Fahrzeuge
Auf der Lößnitzgrundbahn kommen täglich kraftvolle Dampflokomotiven zum Einsatz. Dafür stehen um 1930 gefertigte Einheitslokomotiven und deren um 1955 gebaute Nachbauten vom VEB Lokomotivbau „Karl Marx“ aus Babelsberg in typisch schwarz-roter Lackierung zur Verfügung. Diese bulligen Maschinen werden im Lößnitzgrund allesamt mit Kohle gefeuert.
Bei den Reisezugwagen handelt es sich um vierachsige Fahrzeuge 2. Klasse mit offenen Perrons. Bei einigen Altbauwagen aus der Kaiserzeit können die Fenster an Lederriemen nach unten gelassen werden. Wem der Umgang mit diesen Fenstern nicht bekannt ist, wende sich bitte an das freundliche Zugpersonal der SDG.
Besonders beliebt sind spezielle Spielewagen. In diesen befinden sich Tische, auf denen Würfelspiele aufgebracht sind. Die Männchen und Würfel befinden sich in Behältern am Eingang der Wagen.
Im Sommerhalbjahr ist den Zügen regulär ein offener Aussichtswagen eingereiht, die ohne gesonderte Reservierung zur Mitfahrt bereitstehen.
Historie
Historie der Lößnitzgrundbahn
Als vierte schmalspurige Eisenbahn in Sachsen entstand die Verbindung von Radebeul über Moritzburg nach Radeburg, nachdem sich die Pläne einer normalspurigen Eisenbahnlinie von Dresden über Radeburg nach Ortrand zerschlagen hatten. Bereits im Oktober 1883 wurden die Bauarbeiten aufgenommen, weniger als ein Jahr später konnte am 16. September 1884 feierlich die Strecke eröffnet werden.
Schon bald entwickelte sich der Ausflugsverkehr der Stadtbevölkerung Dresdens in das Moritzburger Teichgebiet zu einem wichtigen Standbein der Bahn, die ursprünglich vorrangig der Anbindung der Radeburger und Moritzburger Region an das Elbtal und Dresden diente. Den Güterverkehr bestimmten neben landwirtschaftlichen Erzeugnissen vor allem umfangreiche Kohletransporte, beispielsweise zum Elektrizitätswerk im Lößnitzgrund. Ein wichtiger Güterverkehrskunde war auch das Radeburger Schamottewerke, dieses verfügte ab 1901 über die mit 2,1 km längste Anschlussbahn auf einer sächsischen Schmalspurstrecke.
Die beiden Weltkriege überstand die kleine Bahn ohne größere Schäden, um 1955 war der Höhepunkt im Personenverkehr mit bis zu 28 Zügen täglich erreicht. Wenig später bedrohte die zunehmende Verkehrsverlagerung auf die Straße die Schmalspurbahn in ihrer Existenz, sie zählte nun zu den stillzulegenden Eisenbahnstrecken. Doch das zunehmende Interesse am Touristikverkehr und die erfolgreichen ersten Traditionsfahrten führten 1975 dazu, die Bahn als Technisches Denkmal zu erhalten. Nach verschiedenen Unternehmen führt nun die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft den Betrieb und hat mit umfangreichen Investitionen in Fahrzeuge und Gleise den Betrieb für die kommenden Jahre gesichert.
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